Am 6.2.09 trat Rattatatamm (Klikusch, Joachim Fuchs-Charrier, Werner Goos) im franz.K in Reutlingen auf, das studio-in-a-box.de machte einen Livemitschnitt, über den ich hier nun berichten will.

studio-in-a-box.de - Vorderseite
Hier seht ihr die Vorderseite des Recording-Aufbaus: Ganz oben das MacBook Pro mit Logic, dann die Mikrofonsplitter, weil einige Signale auch auf die PA mussten und im unteren Case zwei Phonic Firefly 808 für insgesamt 16 Mikrofonkanäle; von der anderen Seite sieht das so aus:

studio-in-a-box.de - Rückseite
Die Djembe wurde mit einem Clipmikro mikrofoniert:

Mikrofonierung der Djembe
Ganz einfach ist das nicht, weil sich nicht jedes Clipmikro an der Djembe festclipsen lässt, aber schließlich habe ich ein passendes gefunden. Es muss dann noch eine geeignete Zugentlastung für das Kabel gebastelt werden, denn erstens ist das Kabel des Clipmikros wirklich dünn und empfindlich und zweitens bleibt kaum ein Djembe-Spieler ruhig stehen; ausreichend Kabel um die Djembe gewickelt und genügend Gaffa helfen aber. Einen Schönheitspreis hätte ich für diese Konstruktion nicht gewonnen, aber es hielt und die Zeit war knapp. Für alle Fälle hatte ich für die Djembe aber noch zwei Backup-Mikros im Einsatz:

Djembe-Backup-Mikrofone
Auf dem Stativ eine Superniere, auf dem Boden (verklebt) eine Grenzfläche – alles für den Fall dass das Clipmikro an der Djembe ab- oder ausfällt. Schlussendlich hat das mit dem Clipmikro aber wunderbar funktioniert und es gab eine sehr gute Spur mit sehr wenig Störgeräuschen, die Backupspuren wurden nicht verwendet. Klar ist, dass der Bass bei der Djembe etwas zu kurz kommt, aber bei einem herumlaufenden Djembe-Spieler live auf der Bühne geht das nicht anders. Im Studio – bei stationärem, am besten sitzendem – Spieler würde ich natürlich unten noch ein Mikrofon platzieren, z.B. eine Grenzfläche.

Mikrofonierung des Drumsets
Die Mikrofonierung des Drumsets war Standard – gerade noch zu sehen sind hier die beiden Overheads, zwei Beyerdynamic Opus 53. Dazu ein DAP DM-20 an der Bassdrum, je ein DAP PL-07 an der Snare oben und unten und an jedem Tom ein Beyerdynamic Opus 87.

DAP DM-20 an der Bassdrum
Das DM-20 macht seinen Job unauffällig und ordentlich. Auf engen Bühnen hat man halt immer das Problem, das Bassdrummikro so zu platzieren, dass kein anderer Musiker dranstößt und die Position verschiebt.

DAP PL-07 an der Snare oben

DAP PL-07 an der Snare unten
Das DAP PL-07 ist ein wirklich brauchbarer SM 57-Klon, den ich gerne an der Snare einsetze, sowohl oben als auch unten – und es ist auch dann sehr gut, wenn die Snare nicht mit Sticks, sondern mit Besen gespielt wird. Das Mikrofon unten nimmt vor allem den Teppich auf, der beim Mikro oben doch etwas fehlt.

Beyerdynamic Opus 87 an den Toms
Sehr gut an den Toms ist das Opus 87: Die Halterung ist spitze, das Mikrofon ist in 3s montiert, Kabel einstecken und fertig und vor allem kein Stativverhau, gerade live sehr wichtig. Durch den langen Schwanenhals kann es in einem großen Bereich wunschgemäß positioniert werden und der Klang ist auch einwandfrei.

Sennheiser e906 an der E-Gitarre
Für E-Gitarre die Empfehlung: das e906. Vor den Lautsprecher stellen (oder hängen) und der Sound passt ohne Gefummel, den Schiebeschalter lasse ich immer in der neutralen Mittelstellung.
Mit diesem Aufbau ist es ein wirklich guter Livemitschnitt geworden.