Posts Tagged ‘Eltern-Lehrer-Schüler-Chor DBG’

Chormitschnitt bearbeiten (MS)

Montag, Juni 13th, 2011

Endlich bin ich dazu gekommen, einen Chor-Livemitschnitt – aufgenommen mit MS-Mikrofonierung – in Ruhe endgültig zu bearbeiten und fertigzustellen. Das war das erste Projekt dieser Art, das ich mit dieser Mikrofonierungstechnik aufgenommen habe – und das werde ich ab sofort öfters so machen! Das Ergebnis ist wirklich beeindruckend! Erforderlich ist ein großes und stabiles Stativ, um die relativ schwere Konstruktion in die Höhe zu bringen – belohnt wird man dann mit einem phantastischen Stereobild mit absoluter Monokompatibilität. Verwendet wird derzeit als Mikrofon für die Seitensignale ein SE Electronics Titan, als Mikrofon für das Mittensignal ein Rode NT 5 – diese beiden Mikrofone passen gut zusammen. Dekodiert wird das Signal in der DAW Logic mit dem Voxengo MSED-Plugin.

MS-Dekodierung

MS-Dekodierung

Nach der Dekodierung noch ganz behutsam am EQ geschraubt und einen dezenten Kompressor drauf und gut ist.

Die Achtcharakteristik scheint aber etwas mehr Publikumsgeräusche aufzufangen, als wenn mit Nierenmikrofonen in AB- oder XY-Technik nur in Richtung Musiker aufgenommen wird, da ist dann schon eher mal ein Huster zu hören.

Auch die Gesangssolisten sind sehr gut auf der Aufnahme, etwas störend ist allerdings, dass sie außermittig standen und nun auch im Stereopanorama seitlich sind; da werde ich künftig noch Stützmikrofone einsetzen und deren Signal mittig zumischen.

Chormitschnitt bearbeiten (AB-Mikrofonierung)

Freitag, Mai 13th, 2011

Das Chorkonzert wurde aufgenommen mit Klein-AB als Hauptmikrofonierung, dazu zwei Stützen vor dem Chor, eine Grenzfläche auf dem Boden inmitten des kleinen Orchesters und ein Mikrofon als Stütze vor den Solosängern. Dann ging’s an die Nachbearbeitung:

Chorbearbeitung

Chorbearbeitung

Etwas EQ tut jedem Kanal gut, auch ein ganz behutsamer Kompressor hilft. Die Spuren der Chorstützen und des Orchesters brauchen etwas Reverb, damit sie zur Hauptmikrofonierung passen; letztere hat einen ordentlichen Raumanteil mit aufgenommen, die nahen Mikrofone natürlich nicht und das muss man anpassen.

Besonders intensiv wurde an den Sologesangsspuren gearbeitet, bis sie gut klingen, der Text einwandfrei verständlich ist, die Zisch-Laute nicht zu stark und nicht zu schwach sind, der Hall zum Rest passt, denn diese Spur ist – für eine Aufnahme in einer Kirche – verblüffend trocken, usw.

Hinzu kommt dann noch Automation auf dieser Spur, denn bei Stücken ohne Sologesang nimmt dieses Mikrofon ziemlich viel Chor mit auf, das stört und muss ausgeblendet werden, bei Sologesang muss es aufgefahren werden, da gab es teilweise etliche Automationspunkte zu setzen:

Gesangsautomation

Gesangsautomation

Chormitschnitt bearbeiten

Sonntag, Februar 20th, 2011

Und los geht’s!

Chor in Logic

Chor in Logic

  • Die Hauptmikrofone waren zwei Rode NT 5, da ist eigentlich schon alles ganz gut drauf. Zwei Schwierigkeiten gibt es dabei allerdings:
    • Die Solisten standen nicht mittig, sondern seitlich – das hört sich nun insbesondere mit Kopfhörer etwas seltsam an.
    • Der Chor hat – weil er hinter dem Orchester stand – relativ viel Raumanteil, was die Sprachverständlichkeit schmälert.
  • Die Chormikrofone waren zwei MXL 630S, diese waren aber etwa 5m näher am Chor als die Hauptmikrofone.
  • Das Stützmikrofon für die Solisten war ein sE Electronics Titan; die Spur ist sehr gut und mit verblüffend wenig Raumanteil, so trocken kann man das nicht zum Rest mischen.
  • Ob das Grenzflächenmikrofon auf dem Boden mitten im kleinen Orchester gebraucht wird, wird man sehen bzw. hören.

Johannespassion

Montag, März 15th, 2010
Johannespassion

Johannespassion

Gestern hatte ich die Möglichkeit, einen Livemitschnitt der Johannespassion von Johann Sebastian Bach aufnehmen zu dürfen: Ein großer Chor, Orchester, fünf Solisten in einer Kirche mit guter Akustik – es war eine tolle Aufführung und mit vergleichsweise wenig technischem Aufwand ist eine sehr schöne Aufnahme entstanden.

Gospelmesse

Freitag, August 21st, 2009

Noch ein Rückblick: Am 14.2.2009 hat der Eltern-Lehrer-Schüler-Chor des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums Metzingen – verstärkt durch ein Orchester – eine Gospelmesse in der Bonifatiuskirche aufgeführt. Die Kirche war voll bis zur letzten Bankreihe – und es war ein sehr schönes Konzert, das alle in seinen Bann gezogen hat.

Gospelmesse in der Bonifatiuskirche

Gospelmesse in der Bonifatiuskirche

Der Livemitschnitt erfolgte mit zwei Haun MBC 660L für den Chor, einem Mikro für das Vibraphon, eines für die Streicher, das E-Piano per DI-Box, einer Grenzfläche bei den Bläsern, zwei Opus 53 als Overhead am Schlagzeug, ein Mikro für die Snare, eines für Bassdrum, E-Bass per DI-Out des Amps und ein Clipmikro am Cello:

Cello

Clipmikrofon am Cello

Das hat alles gut funktioniert und ein schönes Ergebnis gebracht, zwei Verbesserungsmöglichkeiten gibt es aber dennoch:

  • Für Bläser werden zwei Mikrofone benötigt – eines für die Instrumente mit der Schallöffnung nach vorne oder oben (Trompete und vor allem Saxophon), eines für die Instrumente mit der Schallöffnung nach unten (Posaune, Klarinette).
  • Die Boxen des E-Pianos mussten gleichzeitig auch als Monitore für die Musiker herhalten; dadurch standen sie weit hinten und streuten stark in die beiden Chormikros ein. Hier wären zwei Monitorboxen sehr sinnvoll gewesen, dann hätte man Publikumsbeschallung und Monitoring sauber trennen können.

Der Aufbau vor dem Konzert war extrem hektisch, da zwischen dem Ende eines Gottesdienstes und dem Konzertbeginn nur 30 Minuten Zeit waren. Die beschrifteten Kabel lagen zwar noch von der Probe des Vortages und die Stative waren schon aufgeklappt, standen aber ohne Mikrofone auf der Seite. Zuerst mussten also die Musiker aufbauen (Stühle, Notenständer, E-Piano, E-Bass, Drumset, usw.), dann hatte ich noch etwa eine Viertelstunde Zeit, die Stative zu positionieren, die Mikros in die Stative zu bauen, anschließen, Line-Check und los ging’s. Uff. Ist aber dennoch eine schöne Aufnahme geworden.