Warum Monokompatibilität wichtig ist

Im Post über Monokompatibilität habe ich bereits die grundsätzliche Problematik derselben erläutert. Nach dem extremen Beispiel dort mag man sich nun vielleicht fragen, welche praktische Relevanz das hat.

Bei der Musikproduktion heutzutage wird meist recht heftig bearbeitet, entweder mit analogen Geräten oder digital am Computer. Dazu gehört auch der Einsatz der verschiedensten Effekte und viele dieser Effekte basieren auf Manipulation der Phasenlage. Bei stereophoner Wiedergabe ergibt das ortsabhängige Effekte, bei monophoner Wiedergabe teilweise oder vollständige Auslöschung, was sicher nicht erwünscht ist.

Manche Klangbearbeitungseffekte verändern als unerwünschter Nebeneffekt auch die Phasenlage; es gibt Hersteller, die sich viel Mühe geben, um das zu vermeiden.

Es lässt sich bereits optisch überwachen, ob die Phasenlage des Audiosignals noch brauchbar ist – hierzu wird ein Goniometer verwendet. Ansonsten darf man natürlich auch durchaus seinen Ohren trauen und bei der Arbeit an der DAW (Digital Audio Workstation) beim Abhören immer mal wieder auf mono schalten – es darf dann nichts fehlen. Zur Endkontrolle kann man natürlich sein Werk auch noch auf einem Küchenradio mit nur einem Lautsprecher kontrollhören.

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