PA und Monitoring

Auf größeren Veranstaltungen sind PA und Monitoring in der Regel insofern kein Problem als dass den beteiligten Technikern klar ist, wie so etwas aussehen und aufgebaut werden muss. Bei kleineren Veranstaltungen jedoch kann das zum Problem werden, man ist dann nämlich nicht selten mit folgendem Aufbau konfrontiert:

Falsch: PA und Monitoring gemischt

Falsch: PA und Monitoring gemischt

Der Chor wird z.B. durch ein E-Piano begleitet und damit nicht nur das Publikum das E-Piano hören kann sondern der Chor auch stehen die Boxen des E-Pianos seitlich hinter dem Chor. Soll nun aber ein Livemitschnitt gemacht werden, dann hat man auf den Mikrofonen für den Chor auch sehr stark das E-Piano mit dabei – das ist sehr störend und kann die Aufnahme deutlich beeinträchtigen bis verderben. Ein ernsthafter und guter Livemitschnitt ist so nicht möglich. Alternativ kann es sich an Stelle des Chors auch um eine Blaskapelle handeln, die verstärkt werden soll – dann besteht hohe Rückkopplungsgefahr. Die einzig technisch saubere Lösung ist:

Richtig: PA und Monitoring getrennt

Richtig: PA und Monitoring getrennt

Die Lautsprecherboxen für die Beschallung des Publikums sind von hinten nach vorne gewandert, sie stehen am vorderen Bühnenrand oder sogar noch davor. Nun hört natürlich der Chor kaum noch das E-Piano; daher werden vor dem Chor zusätzlich Monitorboxen aufgestellt, diese beschallen nur den Chor mit dem E-Piano. Für die Mikrofone ist das aber nun kein Problem mehr, da hier Mikrofone mit einer nierenförmigen Richtcharakteristik verwendet werden, die rückwärtigen Schall praktisch nicht aufnehmen. Damit sind alle zufrieden: Das Publikum hört E-Piano und Chor über die Lautsprecher, der Chor hört das E-Piano über die Monitorboxen und auf den Chormikrofonen ist wirklich nur der Chor drauf, das E-Piano wird gesondert auch noch aufgenommen. Damit ist ein guter Livemitschnitt möglich, weil Chor und E-Piano auf getrennten Spuren vorliegen, getrennt bearbeitet und im optimalen Verhältnis zusammengemischt werden können.

Selbstverständlich ist das eine stark vereinfachte Darstellung, sie ist ja auch nicht für den Profi gedacht.

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