Licht mit FreeStyler

Licht steuert man am bequemsten per DMX. Neben Hardware-Lichtmischpulten, die das gewünschte DMX-Signal erzeugen, gibt es auch computerbasierte Lösungen. Erforderlich ist ein Gerät, das an den Computer angeschlossen werden kann und DMX ausgibt; die einfachste und billigste Lösung sind heutzutage USB-DMX-Adapter. Des weiteren ist auf dem Computer eine entsprechende Software erforderlich. Besonders günstig kommt man mit der kostenlosen Software “FreeStyler” weg, die es allerdings leider nur für Windows gibt. Auf meinem Mac habe ich diese daher unter VMWare Fusion in Windows laufen.

In einem ersten Schritt platziert man auf der Oberfläche die vorhandenen Geräte in etwa so, wie sie auch in der Realität platziert sind:

Freestyler: Fixtures

Freestyler: Fixtures

Die wichtigste Konfigurationseinstellung hierbei ist natürlich die DMX-Startadresse des Gerätes:

Freestyler: Adressen

Freestyler: Adressen

Nachdem alle Geräte angelegt sind, kann das Licht eingerichtet werden. Bei einem konventionellen Scheinwerfer ist das leicht, da geht einfach nur die Helligkeit zu regeln. Interessanter sind die Farbstimmungen mit den LED-RGB-Scheinwerfern. Hier kann für jeden Scheinwerfer der Rot-, Grün-, Blau-Anteil geregelt werden, die Gesamthelligkeit  und ggf. ein Strobe-Effekt. Für jeden Kanal gibt es die Option “Fade”, d.h. es wird auf diesen Wert mit der voreingestellten Zeit gefadet, “Snap”, d.h. es wird dieser Wert direkt angesprungen und “Off”, d.h. dieser Kanal wird einfach in Ruhe gelassen.

Die einzelnen Lichtstimmungen werden dann als Szenen gespeichert, die wiederum aus einzelnen Steps bestehen können. Hier ist es nur ein Step mit einer Fade-Time von 5 s, was einen sehr angenehmen Lichtwechsel ergibt:

Freestyler: Szene setzen

Freestyler: Szene setzen

Die Farbauswahl über die RGB-Regler ist nicht unbedingt intuitiv, aber hierfür gibt es Abhilfe, bei der einfach mit der Maus im gesamten Farbspektrum herumgefahren werden kann und bei der passenden Farbe lässt man los und schon hat man die Werte für die RGB-Kanäle:

Freestyler: Farbwahl

Freestyler: Farbwahl

Sind alle Szenen programmiert, dann erstellt man sich aus diesen Szenen Cue-Lists, damit man während des Konzertes schnell die passende Lichtstimmung abrufen kann. Für das Jazz-Konzert gab es für 32 Stücke entsprechend 32 Lichtstimmungen,  zusätzlich noch ein Licht für die Pause bzw. den Einlass, für die Moderation und für den Schlussapplaus, zusätzlich noch ein Licht für eine Theaterbühne auf der Seite.

Freestyler: Cue-List

Freestyler: Cue-List

Das Konzert bestand aus drei Teilen (folglich mit zwei Pausen), daher wurden entsprechend drei Cue-Lists angelegt. Während des Konzertes musste dann über die Cue-List nur die entsprechende Szene aufgerufen werden und gut war’s.

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