Archive for Mai, 2010

Loop-Rätsel Teil 2

Montag, Mai 31st, 2010

Neulich gab es hier ja einen Post mit dem Titel “Was ist ein Loop?” Das Rätsel soll hier nun teilweise gelüftet werden mit einem weiteren Bild:

Rund um den Loop

Rund um den Loop

Vielleicht ahnt jetzt ein Leser, um was es hier geht …

Kommentarspam als Ranking-Instrument?

Montag, Mai 31st, 2010

Ich frage mich gerade, ob Kommentarspam als Ranking-Instrument für Blogs taugt? Dann wüsste man über Akismet, wie beliebt das eigene Blog ist.

Drumset abmischen in Logic

Freitag, Mai 28th, 2010
Drumset: Eingangsspuren

Drumset: Eingangsspuren

Hier sieht man die 11 Schlagzeugspuren eines Livemitschnittes:

  1. Bassdrum Mikrofon 1: Ein Noisegate stellt die Signale frei, ein EQ passt den Klang an, das Ergebnis geht auf Bus 1. Auf der Bassdrumspur sollte nach dem Noisegate eigentlich wirklich nur die Bassdrum zu hören sein – es sei denn, der Drummer ist manchmal etwas fußschwach, prügelt aber gleichzeitig die Snare wie verrückt; dann kommt manchmal auch etwas Snare mit durch, wenn man die Bassdrum nicht abwürgen will. Beim EQ kann man irgendwo einen High Cut setzen, die Bassdrum ist ja nicht das Hochtoninstrument. Im Mittenbereich liegen meist irgendwelche Pappfrequenzen, die sie so klingen lassen, als würde man auf einen alten Pappkarton schlagen – diese Frequenzen müssen abgesenkt werden. Der Rest erfolgt nach Geschmack – je nachdem, wieviel Attack und wieviel Wumms man haben möchte.
  2. Bassdrum Mikrofon 2: Siehe 1.
  3. Snaremikro Top: Ein Noisegate stellt die Signale frei, ein EQ passt den Klang an, das Ergebnis geht auf Bus 2. Wenn der Schlagzeuger vom Typ “Prügler” ist, dann kann man die Snare mit dem Noisegate sehr gut freistellen. Bei zarteren Musikern, die außer Rimshots auch noch was anderes spielen, dringt manchmal auch noch ein anderes Instrument leicht durch – das ist aber kein besonderes Problem. Pappfrequenzen müssen auch hier abgesenkt werden und die Frequenz, bei der die Snare richtig knallt darf durchaus angehoben werden.
  4. Snaremikro Bottom: Siehe 2, wobei der Pegel deutlich abgesenkt ist, sonst kommt zuviel Teppichrascheln durch. Beim EQ dürfen hier durchaus die Höhen angehoben werden, diese Spur ist ja hauptsächlich für das Teppichrascheln zuständig. Es hat was von einer Glaubensfrage, ob beim unteren Mikrofon die Phase gedreht werden muss oder nicht; da hilft nur Ausprobieren und was besser klingt wird gemacht.
  5. Tom 1: Panning nach rechts und Routing auf Bus 3. Bei schön klingenden weil gut gestimmten Toms ist meist kein EQ erforderlich.
  6. Tom 2: Panning nach links und Routing auf Bus 3.
  7. Tom 3: Panning weiter nach links und Routing auf Bus 3.
  8. Hihat: Der EQ arbeitet vor allem als Low Cut, nach dem Panning nach rechts geht es auf Bus 4. Auf der Hihat-Spur hat man eigentlich auch immer die Snare mit drauf – damit muss man leben.
  9. Ride: Diese Spur ist gemutet, da das Ride kaum gespielt wurde und für ein paar Schläge ist es ausreichend auf den Overheads.
  10. Overhead links (auch wenn R an der Spur steht): Panning ganz nach links und ab auf Bus 5. Die Overheads waren hier leider etwas zu hoch angebracht. Für reine PA-Anwendung oder reine Studioaufnahmen, bei denen nur das Schlagzeug zu hören ist, ist das kein Problem. Beim Liverecording, insbesondere auf einer lauten Bühne, sollten sie nicht zu hoch über den Becken sein, sonst sind die Einstreuungen einfach zu stark.
  11. Overhead rechts (auch wenn L an der Spur steht): Panning ganz nach rechts und ab auf Bus 5.

Damit sind die einzelnen Instrumente bzw. Spuren sinnvoll gruppiert auf Busse geroutet, erforderliche individuelle Einstellungen bereits erledigt. Nun geht es an die Busse:

Drumset: Busse bearbeiten

Drumset: Busse bearbeiten

  1. Bassdrum: Hier sitzt nur noch ein Kompressor, die Einzelsignale der beiden Mikrofone wurden ja schon bearbeitet. Der Kompressor sorgt für einen gleichmäßigeren Lautstärkepegel der einzelnen Kicks und macht etwas Druck. Um die Mitte etwas luftiger zu bekommen erfolgte noch ein ganz leichtes Panning nach links – die Bassdrum steht vom Publikum aus gesehen ja auch etwas links von der Snare.
  2. Snare: Das Noisegate hier soll weniger die Signale freistellen als klangformend arbeiten. Danach folgen ein Kompressor und ein Enveloper. Der Send-Effekt auf Bus 20 ist ein Reverb, damit die Snare nicht zu trocken klingt. Im Rockbereich darf man durchaus so kräftig an die Snare herangehen,  beim Jazz wäre das verfehlt. Entsprechend zur Bassdrum wurde die Snare ganz leicht nach rechts gepannt.
  3. Toms: Das Noisegate stellt die Toms frei und beendet allzu langes Nachklingen, der Kompressor verschafft ihnen etwas Druck und sorgt für einen ausgeglicheneren Pegel.
  4. Cymbals: Hier passiert gar nichts, der EQ ist bei den Einzelspuren, z.B. der Hihat. Noisegate und Kompressor schaden hier mehr als sie nützen.
  5. Overhead: Nachdem auf den Overheads die Becken stark vertreten sind wird hier nur ein EQ eingesetzt und ganz bewusst kein Noisegate und kein Kompressor.

Alle diese Busse werden auf Bus 6 geroutet – und  zwar im gewünschten Lautstärkeverhältnis untereinander. Auf Bus 6 sitzt nochmal ein Kompressor, der das gesamte Drumset akustisch quasi zusammenschweißt – und mit diesem Fader kann nun das komplette Drumset in den Mix eingefügt werden.

Software-Drumcomputer: Hydrogen

Mittwoch, Mai 26th, 2010

Ein schöner Software-Drumcomputer ist das hier:

http://www.hydrogen-music.org/

Hydrogen ist freie Software und für Linux, MacOS und Windows erhältlich.

Nach dem Start präsentiert sich das Programm wie folgt:

Software-Drumcomputer Hydrogen

Software-Drumcomputer Hydrogen

Im oberen Bereich wird der komplette Song gezeigt, der aus mehreren Patterns bestehen kann, in diesem Beispiel aus zwei Patterns. Unten links wird ein Pattern angezeigt und kann dort auch erstellt bzw. bearbeitet werden. Unten rechts kann ein einzelnes Instrument in seinem Klang bearbeitet werden.

Das Bearbeiten eines Pattern ist sehr einfach; zuerst wird seine Länge und Auflösung eingestellt, dann per Mausklick die “Noten” gesetzt:

Bearbeiten eines Pattern in Hydrogen

Bearbeiten eines Pattern in Hydrogen

Sobald mindestens zwei Patterns vorliegen kann daraus ein Song gebaut werden. Hier wird sieben Mal das Pattern 1 gespielt (der Standard-Rock-Groove von oben), danach im achten Takt ein Break und dann geht es wieder von vorne los:

Song zusammenstellen in Hydrogen

Song zusammenstellen in Hydrogen

Jedes einzelne Instrument lässt sich in seinem klanglichen Verhalten den eigenen Vorstellungen anpassen:

Klangbearbeitung in Hydrogen

Klangbearbeitung in Hydrogen

Die einzelnen Instrumente können über ein Mischpult zum Gesamtklang zusammengemischt werden; dazu gehört u.a. das Panning und die Lautstärke:

Mischpult in Hydrogen

Mischpult in Hydrogen

Sobald mehr als ein Song vorliegt kann eine Playlist erstellt und auch gespeichert werden – damit kann ein kompletter Liveauftritt bestritten werden:

Playlist in Hydrogen

Playlist in Hydrogen

Alles in allem ein wirklich schönes und sehr einfach zu bedienendes Programm, das z.B. zum Üben sehr gut eingesetzt werden kann. Ein Metronom ist natürlich auch enthalten, man kann dieses alleine oder  auch zusätzlich zu den programmierten Drums laufen lassen – oder die programmierten Drums stellen das Metronom dar, sehr geschickt bei komplizierten Stücken mit Taktart- und Tempowechseln.

Klanglich ist es nicht so berauschend, nach einem Import der MIDI-Daten in Logic klingt es dort doch um einiges besser.

Planet Emily Livemitschnitt

Dienstag, Mai 25th, 2010

Neulich spielte Planet Emily bei der 7. Bandnight in Metzingen – davon gibt es einen Livemitschnitt. Das Stück “Nr. 1″ ist hier zu finden und vor allem zu hören:

http://www.youtube.com/watch?v=axXKisJ_Q2w

Planet Emily bei YouTube

Planet Emily bei YouTube