Archive for März 19th, 2010

Pitchshifting mit Audacity

Freitag, März 19th, 2010

Manchmal kommt man in die Verlegenheit, die Tonhöhe ändern zu müssen, das Tempo soll aber gleich bleiben. Das geht sogar mit der Open-Source-Software Audacity:

Pitchshifting mit Audacity

Pitchshifting mit Audacity

Es gibt dabei eine ganze Auswahl an Möglichkeiten, wie die gewünschte Tonhöhenänderung ausgewählt werden kann – und das Ergebnis ist klanglich verblüffend gut, wenn man es nicht gerade übertreibt.

Mikrofonierungstipps “Chor”

Freitag, März 19th, 2010

Für die Aufnahme eines Chores bieten sich auf jeden Fall Kondensatormikrofone an, wobei man trefflich darüber diskutieren kann, ob man Kleinmembranern oder Großmembranern den Vorzug geben will. Interessanter ist aber wohl die Frage, wieviele Mikrofone braucht man und wo stellt man sie hin? Am wenigsten Aufwand und möglicherweise auch am wenigsten Probleme hat man mit den klassischen Stereo-Mikrofonierungstechniken:

Der Aufwand ist bei allen Verfahren gleich gering. XY setzt zwingend eine Richtcharakteristik wie Niere voraus, da es ja keine Laufzeitunterschiede gibt und die Stereowirkung alleine auf Intensitätsunterschieden beruht. Bei AB ist auch Kugelcharakteristik möglich, was jedoch sehr viel Raum mit einfängt. Bei MS hat das Mikrofon für das Seitensignal zwingend Achtcharakteristik, das Mikrofon für das Mittensignal kann Kugel- oder Nierencharakteristik haben, wobei letzteres natürlich weniger Raum mit einfängt.

Wichtig ist, dass die Mikrofone nicht zu dicht vor dem Chor stehen, weil sonst die in der Mitte stehenden Stimmen zu laut auf der Aufnahme sein werden. Mit diesen Mikrofonierungstechniken handelt man sich rein von der technischen Seite (z.B. was die Phasenlage angeht) keine Probleme ein, man hat allerdings auch keine Möglichkeit, bestimmte Stimmlagen, die vielleicht etwas unterrepräsentiert in der Aufnahme gelandet sind, gezielt zu stärken.

Durchaus naheliegend mag der Gedanke sein, vier Mikrofone für eine Choraufnahme zu verwenden und vor jede Stimmlage (Bass, Alt, Tenor, Sopran) ein Mikrofon zu stellen und alle vier Spuren getrennt aufzunehmen. Natürlich müssen die Mikrofone dann relativ nahe vor dem Chor stehen, um nicht die Nachbarstimmlagen zu stark mit aufzunehmen. Zu kurz darf die Entfernung aber auch nicht werden, sonst nimmt man keinen Chor mehr auf, sondern einige Einzelstimmen, die stark hervortreten.

Des weiteren ist zu überlegen, in wie weit man sich mit vier Mikrofonen Phasenprobleme einhandelt. Daher ist es sehr wichtig, die sogenannte 3:1-Regel zu kennen: http://de.wikipedia.org/wiki/Drei-zu-eins-Regel

Man ahnt es schon – es ist gar nicht so einfach, vier Mikrofone einerseits so aufzustellen, dass die 3:1-Regel eingehalten wird und andererseits so, dass nicht einzelne Sänger in der Stimmlage hervorstechen.