Archive for August, 2009

Multicore

Montag, August 31st, 2009

300m Mikrofonkabel sind vergleichsweise schnell verlegt, insbesondere wenn man sie von einer Kabeltrommel nur herunterziehen muss. Eine Herausforderung ist aber nach der Veranstaltung das Entwirren und wieder Aufwickeln – das macht keinen Spaß. Genau aus diesem Grund hat irgendwann mal ein findiger Kopf das Multicore erfunden – ein Vielfachkabel. Die gibt es in vielen Ausführungen, für Livemitschnitte reicht da oft schon eine 15m Trommel mit 8 Wegen oder auch zwei Stück dieser Trommeln.

Multicore

Multicore

Ein Multicore ohne Trommel ist nicht sonderlich sinnvoll, das lässt sich schlecht handhaben und aufwickeln, was deutlich auf die Lebensdauer des Kabels geht. Optimal ist das Kabel auf Trommel mit Stagebox in die Trommel integriert. Am Peitschenende sollte eine brauchbare Zugentlastung sein, um Beschädigungen zu vermeiden, wenn jemand über das Kabel stolpert.

Schlagzeugoverheads

Donnerstag, August 27th, 2009

Typisch beim Aufnehmen eines Drumsets ist ein Paar Overheadmikrofone. Sie nehmen so ziemlich alles auf, sind aber insbesondere für Becken und Toms zuständig. Beispielsweise bei einer Jazzformation genügen neben zwei Overheads noch ein Mikrofon für die Snare und eines für die Bassdrum. Für die Overheadmikrofonierung kommt im Grunde jede Stereomikrofonierungstechnik in Frage, häufig wird man entweder AB oder XY verwenden.

  • Bei AB sind die Mikrofone einen guten Meter voneinander entfernt. Dadurch gibt es bei den aufgenommenen Signalen Laufzeitunterschiede und damit auch Phasendifferenzen. Natürlich gibt es auch Pegelunterschiede, aber die Richtungsortung erfolgt bei AB-Mikrofonie vorrangig durch die Laufzeitunterschiede. Die Phasendifferenzen beeinträchtigen die Monokompatibilität, in wieweit das ein Problem ist müssen die Ohren entscheiden.
  • Bei XY haben die Membrane der beiden Mikrofone einen möglichst kleinen Abstand voneinander. Dadurch gibt es bei den aufgenommenen Signalen keine Laufzeitunterschiede, sondern nur Pegelunterschiede  – allein darauf basiert hier die Richtungsortung.

Was bedeutet das nun für die Praxis?

  1. Studioaufnahme in einem gut klingenden Raum: Es sind beide Verfahren möglich. Soll ein gewisser Raumanteil ebenfalls mit aufgenommen werden, dann bietet sich die Verwendung von Mikrofonen mit Kugelcharakteristik an und das geht nur bei AB, denn bei XY würde es keine Pegelunterschiede geben.
  2. Liveaufnahme auf einer eher leisen Bühne: Es sind beide Verfahren möglich, Mikrofone mit Kugelcharakteristik sollten nicht verwendet werden. Bei XY sind die Mikrofone aus rein praktischen Gründen – damit sie dem Schlagzeuger nicht im Weg sind – höher angeordnet und nehmen schon dadurch einen größeren Raumanteil mit auf.
  3. Liveaufnahme auf einer eher lauten Bühne: Hier ist ganz klar AB der Vorzug zu geben, da hierbei die Mikrofone deutlich dichter an den Schallquellen positioniert werden können und so weniger Fremdschall mit aufnehmen.
  4. Liveaufnahme auf einer sehr lauten Bühne: Hier werden Overheadmikrofone langsam fragwürdig, weil sie viel zu viel Fremdschall mit aufnehmen. Man wird hier kaum um die Einzelmikrofonierung aller Schallquellen herumkommen.

Warum Monokompatibilität wichtig ist

Mittwoch, August 26th, 2009

Im Post über Monokompatibilität habe ich bereits die grundsätzliche Problematik derselben erläutert. Nach dem extremen Beispiel dort mag man sich nun vielleicht fragen, welche praktische Relevanz das hat.

Bei der Musikproduktion heutzutage wird meist recht heftig bearbeitet, entweder mit analogen Geräten oder digital am Computer. Dazu gehört auch der Einsatz der verschiedensten Effekte und viele dieser Effekte basieren auf Manipulation der Phasenlage. Bei stereophoner Wiedergabe ergibt das ortsabhängige Effekte, bei monophoner Wiedergabe teilweise oder vollständige Auslöschung, was sicher nicht erwünscht ist.

Manche Klangbearbeitungseffekte verändern als unerwünschter Nebeneffekt auch die Phasenlage; es gibt Hersteller, die sich viel Mühe geben, um das zu vermeiden.

Es lässt sich bereits optisch überwachen, ob die Phasenlage des Audiosignals noch brauchbar ist – hierzu wird ein Goniometer verwendet. Ansonsten darf man natürlich auch durchaus seinen Ohren trauen und bei der Arbeit an der DAW (Digital Audio Workstation) beim Abhören immer mal wieder auf mono schalten – es darf dann nichts fehlen. Zur Endkontrolle kann man natürlich sein Werk auch noch auf einem Küchenradio mit nur einem Lautsprecher kontrollhören.

Wellenfeldsynthese

Mittwoch, August 26th, 2009

Die Wellenfeldsynthese ist ja eine hochinteressante Sache. Zu hören ist das z.B. an der TU Berlin, der Musikhochschule Detmold oder bei den Bregenzer Festspielen. Besucher der Bregenzer Festspiele berichten jedenfalls von einem tollen Klang.

Los Van Van

Mittwoch, August 26th, 2009

Wer Musik aus Kuba mag findet hieran sicher Gefallen:

Das gibt es natürlich – mit viel besserer Klangqualität – auch auf CD oder DVD zu kaufen – nur nicht überall; eine Quelle dafür ist z.B. Musica Latina.